Unweit vom S-Bahnhof Ostkreuz nahe der Rummelsburger Bucht befindet sich das Gelände des ehemaligen Gefängnisses Rummelsburg.
Zwischen 1876 und 1879 wurde es nach Plänen von Hermann Blankenstein als Städtisches Arbeitshaus gebaut. Arrestgebäude, Wirtschaftseinheiten und einer Krankenstation diente es zunächst als Arbeitslager für das nebenan liegende Knabenwaisenhaus.
In der NS-Zeit wurde es dann umgebaut und zur Sammelanstalt für „Asoziale“. Es wurden auch Sondergruppen für Homosexuelle oder Jüdinnen und Juden gebildet. Die Insassen wurden während des zweiten Weltkrieges für kommunale Zwangsarbeit eingesetzt. Beispielsweise in Forsten, auf Friedhöfen, als auch in den Industriebetrieben wie die Knorr Bremse AG oder sie schleppten Kohle im nahen Kraftwerk Klingenberg.
Die Anlage wurde während des Krieges beschädigt, jedoch wurden ein Teil der Gebäude wieder aufgebaut und weiterhin als Arbeitslager genutzt.
Zwischen den Jahren 1951 und 1990 wurde das Gelände durch die Volkspolizei der DDR als zentrales Männergefängnis genutzt.
Unter den Gefangen befanden sich neben wegen Eigentumsdelikten Straffälligen auch politische Gefangene aus der DDR.
Ebenso wurden hier, getrennt von den anderen Häftlingen, Westdeutsche und ausländische Häftlinge untergebracht.
Einer der letzten „Gäste“ war hier auch der Genosse Staatsratvorsitzende Erich Honecker. Das Gelände und die Gebäude blieben dann lange ungenutzt. 2007 wurden die Gebäude renoviert und zu Wohnungen bzw einem Hotel umgebaut. Das Gelände selbst dient nach einer Ausschreibung des Bezirks Lichtenberg seit 2015 als Gedenkort mit Stelen und Informationstafeln.
Der Gedenkort kann jederzeit kostenlos besucht werden und es gibt auch eine begleitende App[1] mit ausführlichen Texten, Fotos und auch Videos.


























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