In der Dauerausstellung Das Jahrhundert der Flucht widmet sich das Museum[1] den Gründen von Flucht und Vertreibung, was die Menschen dabei erleben und welche Erfahrungen sie auf ihren Wegen machen.

Die Ausstellung ist zweigeteilt und befasst sich einerseits mit der europäischen Geschichte von Zwangmigration. Sie zeigt an unterschiedlichen Beispielen verschiedener Regionen wiederkehrende Muster, die helfen, Zwangsmigration zu verstehen.
Vertreibungen sind eng mit der Moderne verbunden und haben seit dem späten 19. Jahrhundert stark zugenommen. Ob im osmanischen Reich bzw Armenien vor über 100 Jahren oder heute in Syrien. Kriege und Konflikte zwingen Menschen zur Flucht.


Das Fahrrad als Fluchthelfer
Der als Arktis-Route bekannte Flüchtlingsweg nördlich des Polarkreis, welcher ab dem Feburar 2015 für ein paar Monate an der russich-norwegischen Grenze bestand, durfte nicht zu Fuß überquert werden. Flüchtlinge kauften sich daraufhin Fahrräder in Russland, um die Grenze mit zu passieren. Direkt nach dem Übertritt wurden diese Fahrräder jedoch oft weggeworfen.

Der zweite Teil der Ausstellung befasst sich mit der Flucht und Vertreibung der Deutschen.
Die vom nationalsozialistischem Deutschland besetzten Gebiete in Mittel-, Ost- und Südeuropa während des Vernichtungskriegs, lässt die Alliierten eine Nachkriegsordnung für Europa, Grenzänderung und Bevölkerungsverschiebungen beschließen.
In den letzten Kriegsmonaten fliehen Millionen Deutsche nach Westen, viele weitere werden nach Kriegsende vertrieben. Insgesamt sind über 14 Millionen Menschen betroffen, Hunderttausende sterben dabei.
Die Aufnahme und Integration der Vertriebenen stellt beide deutsche Nachkriegsgesellschaften vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung politisch umstritten.

Neben der Ausstellung wartet das Museum mit einer großen Bibliothek und Zeitzeugenarchiv auf.
Ein Besuch ist richtig und wichtig!


















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