Ein Wochenende in Köln, fix mit der Bahn hin, einmal rum und wieder zurück (3 Teile)
- Vom Kölner Dom mit der Seilbahn über den Rhein
- Auf der Suche nach dem historischen Köln
Den Sonntag, 05.04., begann ich bei erfrischenden 12 °C und leicht bedeckten Himmel mit einem Lauf. Den Rhein abwärts ging es bis zur Zoobrücke, dann rüber in den Rheinpark, wo ich den Gänsen beim Frühstück zusehen konnte, bevor ich selbst wieder zurück über die Hohenzollernbrücke, am Dom entlang ins Hotel kam und selbst frühstückte.

Fahrt in die Vergangenheit
Nach dem Frühstück sind wir mit Stadtbahn über Sülzgürtel bis nach Thielenbruch gefahren. Aus der Altstadt heraus, ging es dann auch fast immer überirdisch durch die Gegend.
An der Endhaltestelle Thielenbruch befindet sich auch das Kölner Straßenbahnmuseum[1], was leider nur jeden zweiten Sonntag im monat regulär öffnet und daher geschlossen hatte. Die Endhaltestelle befindet sich in der Halle des ehemaligen Betriebshofes.
Die Geschichte der Kölner Straßenbahn begann im Jahr 1877 mit der Pferdebahn zwischen Deutz und Kalk. Ab 1903 war man schon auf allen Pferdebahnlinien elektrisch unterwegs. Der Betriebsbahnhof Thielenbruch wurde 1926 in Betrieb genommen und 1994 zusammen mit dem Betriebshof Ost in Deutz geschlossen. Ein Jahr später wurde der ehemalige Betriebshof Thielenbruch dann als Endhaltestelle für die Linien 3 und 15 genutzt und 1997 eröffnete hier das Straßenbahn-Museum.
Die Halle befand sich im Umbau, das Museum ist durch eine Gaststätte erreichbar, welche scheinbar täglich offen hat. Die Umgebung ist ruhig, überwiegend Einfamilienhäuser. Der Eingang zur Halle und damit den Bahnsteigen ist ein alter Straßenbahnwagon. Ein witziges Detail.
Aus- und Überblick
Mit der Bahn ging es dann nach Deutz. Direkt neben dem Bahnhof Köln Messe/Deutz befindet sich das Hochhaus KölnTriangle[2].
Das ist nicht einfach nur ein Büroturm, es bietet auf der Dachterrasse auf 103,2 m eine tolle Aussicht über Köln. So fuhren wir mit dem Aufzug in die 28. Etage und stiegen eine weitere Etage die Treppe hinauf. Mit uns kam auch gleich die Sonne heraus und so bot sich ein toller Blick über den Rhein, die Hohenzollernbrücke entlang auf den Dom.

Wer also nicht auf den Dom steigen kann oder will, bekommt hier auch eine tolle Sicht.
Danach sind wir mit dem Bus zum Rheinauhafen gefahren. Da der Kölner Rheinauhafen seine Funktion als Hafen in den 1970er Jahren verloren hatte, beschloss man das Hafengelände in ein Freizeitgebiet umzuwandeln. Hier stehen auch die bekannten Kranhäuser. Diese drei bis zu fast 62 m hohen Hochhäusern sind alten Ladekränen nachempfunden.

Das Gebiet lädt zum Flanieren ein und man erreicht dort auch das Deutsche Sport & Olympia Museum, sowei das Schokoladenmuseum. Da das uns jedoch nicht interessierte, stiegen wir in eine Rikscha und fuhren zum Kölnischen Stadtmuseum[3].
Das kleine Museum bietet auf 3 Halbetagen eine kompakte Ausstellung zur Geschichte Kölns, sowie den Fragenräumen „Was lieben wir?“, „Wovor haben wir Angst?“ und „Was macht uns wütend?“.
Das war durchaus sehr kurzweilig.
Bevor wir den Abend abermals im Restaurant Namaste ausklingen ließen, genossen wir die Abendsonne im Theodor-Heuss-Park und fanden dort auch noch einen Geocache[4], welcher auf den Einstieg zum Kronleuchtersaal hinwies.
Der Kronleuchtersaal in der Kanalisation wurde mit 2 Kerzen-Kronleuchtern eingerichtet, weil sich zur Einweihung 1890 Kaiser Wilhelm II ankündigte. Die originalen Kronleuchter gibt es nicht mehr, aber der 4,60 hohe Raum in den Abwasserkanälen schon und als Ersatz hängt ein weiß gestrichener elektrischer Leuchter dort. Es gibt natürlich Führung dazu. Aber das hatten wir nicht auf dem Schirm.
Entlang der Stadtmauer
Den Vormittag des Montags 06.04., unserem Abreiseteig, folgten wir einem Teil der alten Stadtmauer. Mit der Tram ging zunächst zum Hahnentorburg, welche im 13. Jahrhundert erbaut wurde und den westlichen Zugang sicherte.
Danach ging es weiter zur Ulrepforte, ebenfalls im 13. Jahrhunder erbaut, mit 4 Metern breite, das kleinste landseitige Stadttor und mangels angeschlossener Landstraße von geringer Bedeutung.
Zum Abschluss schauten wir noch bei der Severinstorburg vorbei. Sie war eines der Repräsentationstore Kölns im Mittelalter.
Damit haben 3 der 4 noch erhaltenen Tore der alten Stadtmauer Kölns besucht. Für die Eigelsteintorburg war leider keine Zeit mehr, denn der Zug nach Berlin rief nach uns.
Laufrunde vom Sonntag:
Ein Wochenende in Köln, fix mit der Bahn hin, einmal rum und wieder zurück (3 Teile)
- Vom Kölner Dom mit der Seilbahn über den Rhein
- Auf der Suche nach dem historischen Köln





















































Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Datenschutzerkärung