Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
- Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
- Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
- Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
- Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
- Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
- Geburtstag in Bengaluru
- Grüne Parks, Rikschas und indische Palmenhörnchen
- Achterbahnen, Karussells und ein Mosambi Mojito
- Trubel auf dem Krishnarajendra Markt
- Planetarium, Kunst und ein letzter Abend in Bengaluru
Den Donnerstag, 18.12., begrüßte ich mit einem Lauf durch den Cubbon Park.
Der offizielle Name des Parks ist eigentlich Sri Chamarajendra Park und er liegt mit seinen 300 Hektar im Herzen der Stadt Bengaluru. Angelegt wurde er 1870 unter Major General Richard Sankey und trägt seinen heutigen Namen nach dem langjährigen Kommissar Sir Mark Cubbon. Die Parkanlage verbindet natürliche Felsformationen, Bambuswälder, Rasenflächen und Blumenbeete harmonisch miteinander und beherbergt zudem historische Gebäude und Statuen.

Der Park war bereits gut besucht so früh am Morgen. Ich drehte 2 Runden durch den Park, bevor ich zurück ins Hotel kehrte und frühstückte.

Jede Menge Grün
Nach dem Frühstück ging ich zunächst in den Indira Gandhi Musical Fountain Park, der nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ist. Hier versteckte sich neben vieler Pflanzen auch militärisches Gerät, wie Panzer, Jets oder Raketen. Die Licht- und Musikshow gibt es hier nur am Abend, daher ging ich nochmal zur Post, um meine Postkarten einzuwerfen und fuhr dann mit einer Rikscha zum Botanischen Garten.
Der Botanische Garten Lal Bagh wurde 1760 von Hyder Ali, Herrscher von Mysore, in Auftrag gegeben und von seinem Sohn und Nachfolger Tipu Sultan fertiggestellt. Im Park findet man über 1000 Pflanzenarten, über 100 Jahre alte Bäume und vieles mehr.
Leider waren nicht alle Gewächshäuser geöffnet und manches wurde umgebaut, aber dennoch konnte ich hier entspannt flanieren. Ich lief auch hinauf zum Kempegowda Turm. Dies ist einer von 4 historischen Wachtürmen aus dem 16. Jahrhunder, dessen Fundament auf dem Peninsular Gneiss ruht. Diese geologische Formation ist ein altes Gestein, welches auf 2,5 bis 3,4 Milliarden Jahre zurückgeht und ein nationales geologisches Denkmal ist.
Aber es gibt auch einen großen Teich mit künstlichen Wasserfall und jede Menge Tiere, die sich hier angesiedelt haben. Neben den Hunden, findet man hier Palmenhörnchen, Teichreiher oder Schwarzmilane.


Liegen geblieben
Am anderen Ende des Parks stieg ich wieder in eine Rikscha Richtung Murugeshpalya. Das war rund 12 km entfernt, aber bis ganz schafften wir es nicht, da dem Fahrer knapp 5 km vorher der Sprit ausging. Da zur Abwechslung der Taxameter lief, zahlte ich den bis dahin berechneten Fahrpreis, aber dann wollte der Fahrer weitere 100 Rupien abschwatzen, weil ja das Benzin aus war. Auf die Diskussion musste ich mich aber auch nicht einlassen, nachdem ich ihm klar machte, im Fahrpreis ist das ja enthalten.
So ging ich einfach zu Fuß weiter, auch wenn der Weg entlang der Straße nicht unbedingt dazu einlud, da der Gehweg in keinem guten Zustand und teilweise sehr schmal war. Es ging zunächst entlang einer Mauer, hinter der sich Militär befand, bis ich in Murugeshpalya ankam.
Das war hier so gar nicht touristisch, aber ich hatte dennoch ein Ziel hier und zwar einen Geocache auf einer Brücke[1], den ich recht schnell fand. Viele Geocaches gibt es nicht in Indien und die wenigen in Bengaluru sind sehr weit auseinander, so dass ich froh war, wenigstens einen gefunden zu haben.
Danach ging ich direkt daneben in die Kemp Fort Mall, wobei es da gar nicht viel gab. 4 Schnellrestaurants und einen Bekleidungsladen, in dem ich aber noch eine Kleinigkeit für Vio fand.
Es war schon nachmittag und ich lief einen Stück des Weges entlang der HAL Old Airport Road wieder zurück und schaute mir die vielen kleinen Läden entlang der Straße an. Beim Domlur Flyover lief ich in die 1st Main Road und fand hier das NATUF Cafe[2], in welches ich auf Kaffee und Kuchen einkehrte. Passend zur Saison lief hier natürlich auch Weihnachtsmusik.

Nach dieser kleinen Stärkung setzte ich meinen Spaziergang fort, welcher mich über die Paramahansa Yogananda Road bis nach Indiranagar brachte. Dies ist ein trendiges Ausgehviertel. Tagsüber ein Einkaufsziel mit vielen Modegeschäften und Abends sind die viele Restaurants, Bars und Kleinbrauereien gut besucht. Ein kompletter Gegensatz zu Murugeshpalya, welches nur wenige Kilometer entfernt ist.
Auch ich war hier auf der Suche nach einem Restaurant für das Abendessen und wurde im Copper + Cloves[3] fündig.
Die Karte verprach einiges und ich konnte mich bei der Auswahl kaum entscheiden. Zu trinken genehmigte ich mir einen alkoholfreien salzigen Pomegranate Mojito, dazu gab es Herby Pea Smash zum Dippen und Barbecue Jackfruit Tacos.
Man reichte dazu ebenso Insektenspray, damit man so ein bisschen seine Ruhe hatte, wenn man draußen sitzt.
Mit der Metro ging es dann 3 Stationen zurück zum Cubbon Park und ins Hotel.
Karte des Laufs:
Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
- Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
- Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
- Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
- Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
- Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
- Geburtstag in Bengaluru
- Grüne Parks, Rikschas und indische Palmenhörnchen
- Achterbahnen, Karussells und ein Mosambi Mojito
- Trubel auf dem Krishnarajendra Markt
- Planetarium, Kunst und ein letzter Abend in Bengaluru

































































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