Motorradtour in den Jura bis nach Genf, ein Halbmarathon und viele Berge (12 Teile)
- Die Zentralbahn hat gefeiert
- Es ging beschwerlich um den Sarnersee
- Mit der Niesenbahn auf den Gipfel im Nebel
- Auf dem Weissenstein
- Zwischen Sankt Niklaus und Sankt Verena
- Tief in den Jura
- In die Tropen von Genf
- Genf zwischen Geschichte und Gegenwart
- Zu Besuch bei Charlie Chaplin
- Auf die Königin der Berge
- Heimweg mit Hindernissen
- Durch den Jura: Fakten, Fazit und Film
Der Plan für den Dienstag, 16.09.25, war eigentlich den ersten Teil der zweitägigen Rückfahrt nach Berlin zu absolvieren, aber es kam anders.
Nachdem ich gegen 8 Uhr meinen Krempel an das Mopped geklöppelt hatte, fuhr ich zunächst nochmal nach Sarnen in die Migros, um noch ein paar Dinge für daheim einzukaufen, danach ging es zur Tankstelle und dann auf die Autobahn Richtung Deutschland. Kurz vor Zürich verpasste ich die richtige Ausfahrt, so dass ich mich durch Zürich quälte, um wieder auf den geplanten Pfad zurückzukommen.

Auf dem Schandwagen
Gegen halb 12 war ich dann auch schon am Grünzübergang Thayngen und endlich kam auch die Sonne wieder raus, aber es blieb windig. Irgendwann auf der A81 fühlte es sich hinten schon etwa seltsam an, es wackelte leicht und zuerst dachte ich, es liegt an der aufgefrästen Fahrbahndecke und dem Seitenwind, aber in Baustellen und bei lagsamerer Fahrt verschwand das Gewackel nicht. An einer Raststätte hielt ich an, schaute auf das Hinterrad und konnte aber nichts finden. So fuhr ich zunächst weiter, passierte Stuttgart und da mir das Gewackel am Heck dann doch zu viel wurde, fuhr ich bei Pleidelsheim von der Autobahn runter.
Diesmal stellte ich das Mopped auf den Hauptständer und dann bemerkte ich den Grund für das Gewackel. Das Hinterrad hatte an der Nabe zu viel Spiel. Das war ganz klar ein Lagerschaden und so konnte ich auf keinen Fall mehr weiterfahren.
Als erstes schaute ich, wo es in der Nähe Motorradwerkstätten gibt. Ich fand auch eine, rief dort an und stellte sicher, dass ich das Motorrad am gleichen Tag dort noch abgeben könnte. Dann rief ich einen Abschlepper, die Zusage kam zwar schnell, aber es dauert mindestens 2 Stunden. Es war schon fast 15 Uhr und die Werkstatt machte gegen 17 Uhr zu. Das wurde eine knappe Nummer.
Der Abschlepper kam, wir luden das Mopped auf und fuhren zur Werkstatt 2 Rad Service Oberstenfeld[1]. Es waren noch ein paar Minuten bis zum Feierabend. In der Zwischenzeit hatte ich auch meine Schwägerin angerufen und da ich nur rund 1 Stunde entfernt von ihr war, konnte sie kommen, und mich abholen.
So gab ich das Motorrad in die Werkstatt, schilderte das Problem und glücklicherweise waren passende Radlager verfügbar. Man versprach mir, sich am nächsten Tag der Sache anzunehmen und mir im Falle größerer Probleme telefonisch bescheid zu geben, andernfalls kann ich es am Nachmittag des nächsten Tages wieder abholen.
Danach ging es dann mit meinem gesamten Gepäck mit dem Auto nach Gerabronn und für mich hieß es, einen weiteren Tag auf dem Weg zurück nach Hause einzuplanen und sagte auf Arbeit bescheid, dass ich einen Tag später wiederkomme, dafür aber am Mittwoch online arbeiten werde.
Feierabendrunde
Den Mittwoch, 17.09., begann ich sehr früh mit Arbeit und lenkte mich damit auch davon ab, an die Panne zurückzudenken. Um 15 Uhr fuhr mich meine Schwägering dann zur Werkstatt, auf dem Weg dorthin rief diese auch schon an, es wäre alles getan und das Fahrzeug kann abgeholt werden. Das waren schon gute Neuigkeiten.
Vor Ort wurden mir die alten Lager, bei denen schon einige Kugeln fehlten, und auch Fotos von der Reparatur gezeigt. Man empfahl mir auch, beim nächsten Reifenwechsel den gesamten Lagersatz wechseln zu lassen, da bei der Reparatur nur die Außenlager gewechselten werden konnten. Das innere Lager am Kettenrad war zwar noch einigermaßen ok, aber durch das eingetretene Wasser, was auch der Grund für den Ausfall war, waren auch dort schon Verschleißspuren sichtbar. Ansonsten hieß es aber, ich kann ohne Probleme weiterfahren und es drängt nicht.
Gesagt getan, ich zog mir den Helm auf, entschwand in den Sonnenuntergang und fuhr über Landstraßen zurück nach Gerabronn, während meine Schwägerin den schnellen Weg über die Autobahn bevorzugte.

Ich genoss diese kleine Feierabendrunde und es nahm auch eine große Last von meinen Schulter, zu wissen, dass es doch nur eine Kleinigkeit war.
So startete ich auch schon sehr früh am Donnerstag, den 18.09., gegen 7 Uhr mit der Heimfahrt. Unspektakulär riss ich die Kilometer auf der Autobahn runter und war um halb 3 am Nachmittag in Berlin.
Karte der Rückfahrt:
Motorradtour in den Jura bis nach Genf, ein Halbmarathon und viele Berge (12 Teile)
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- Auf die Königin der Berge
- Heimweg mit Hindernissen
- Durch den Jura: Fakten, Fazit und Film



Puh, gut, dass die Reparatur so schnell geklappt hat. Der Lagerschaden hat sich nicht vorher angekündigt? Komische Geräusche, schleifen oder sowas?
@Silencer: Nein, ich bin problemlos durch die Schweiz und wieder zurück nach Deutschland gefahren. Ich kann nur vermuten, dass irgendwann die erste Kugel verlustig gegangen ist und dann das Unheil seinen Lauf nahm.
Krass. Und mir haben immer alle (auch Werkstätten) erzählt „bleib locker, so einen Lagerschaden hörst Du 1.000 km im voraus. Wieviel Kilometer hatte Deine jetzt runter als das passiert ist?
@Silencer: Es ist wohl Wasser reingekommen, da gammelte dann das Metall. Also vielleicht eher weniger normaler Verschleiß, daher ging es so schnell, wenn dann der Rost wegbricht.
Hab knapp 75tkm runter, so gesehen gar nicht schlimm. Beim Varahannes kam ein ähnlicher Defekt schon bei 48tkm.