Von der Schreibmaschine bis zur Tram

Teil 2 von 4 des Reiseberichts 2024.1 Stettin
Reisebericht: 2024.1 Stettin

Kurze Moppedtour mit meinem Bruder nach Stettin. (4 Teile)

Nach dem Frühstück ging es am sonnigen Samstagmorgen Richtung Altstadt. Neben dem ersten Cache in Stettin[1], passierten wir den Heumarkt und das alte Rathaus von Stettin.

Weiter ging es zum Siebenmantelturm, welcher auch als Frauen- oder Jungfraumturm bezeichnet wird. Der Name des Turms aus dem 15. Jahrhundert geht auf eine Legende zurück, in der ein unehrlicher Schneider, der den Auftrag hatte sieben Mäntel für den Herzog Bogusław X. zu schneidern, alte Stoffreste dafür verwendete und deswegen im Turm eingesperrt wurde.

Für den dortigen Cache[2] brauchten wir etwas länger, Geduld brachte uns den Erfolg.

Unser Spaziergang führte uns dann zum Schloss Stettin, genauer das Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin[3]. Vor dem Schloss begrüßten uns Boguslaw XI und Anna Jagiellon, das Herzogenpaar an ihrem Hochzeitstag.

Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin
Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin

Das Schloss der Pommerschen Herzöge ist ein beeindruckendes Gebäude mit fünf Flügeln, das nicht nur als historische Stätte dient, sondern auch als lebendige Kultureinrichtung. Hier werden Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Konferenzen und sogar populärwissenschaftliche Veranstaltungen veranstaltet, die dazu beitragen, das Wissen über die reiche Geschichte von Westpommern zu verbreiten.

Im südlichen Flügel des Schlosses ist die Oper beheimatet, wo bezaubernde Aufführungen stattfinden, die die Herzen der Zuschauer erobern. Im Münzenflügel befindet sich das Kultur- und Touristeninformationszentrum, das Besuchern einen Einblick in die faszinierende Kultur und die Sehenswürdigkeiten der Region bietet.

WIr schauten uns in den Innenhöfen bei freiem Eintritt um, denn zwei Geocaches[4] benötigten auch hier unsere kurze Aufmerksamkeit.

Danach machten wir uns auf dem Weg zu einer Tram-Haltestelle und versuchten uns nochmal an einem Cache[5], den wir in der Dunkelheit des Vorabends nicht fanden. Dabei passierten wir diverse kleine und große Sehenswürdigkeiten, wie Anker oder die Philharmonie.

Technische Geschichte Stettins

Mit der Tram ging es dann zum Museum für Technik und Verkehr[6], das war mein Hauptgrund für die Reise nach Stettin. Das Museum ist in einem alten Straßenbahndepot untergrebracht und beherbergt polnische Prototypen von Kleinstwagen, Busse, Straßenbahnen und mehr.

Neben der Geschichte zum Stettiner Verkehrswesen, erfährt man auch vieles über die Stoewer-Werke, welche Schreibmaschinen, Fahrräder und auch Autos bauten, alles aus Stettin.

Sehr süß

Noch nicht genug der vielen musealen Eindrücke, fuhren wir mit der Tram gleich zum nächsten Museum, welches aber ganz anders ist. Im Be Happy Museum[7] gibt es bunte Illusionen.

ziemlich schräg
ziemlich schräg
unendlich
unendlich

Umgeben von den süßen aber nicht essbaren Kreationen, bekamen wir Lust auf Kaffee und Kuchen. Da traf es sich gut, dass nebenan direkt ein Einkaufszentrum und mit einer Costa Coffee Filiale lag.

Snack bei Costa
Snack bei Costa

Dinosaurier

So gestärkt, spazierten wir zur Insel in Łasztownia mit den brühmten Stettiner Kränen.

Neben Streetart, den alten Lastenkränen und schöner Aussicht, gab es natürlich auch hier etwas zu suchen[8].

Nationalgeschichte

Weiter ging es zur Hakenterrasse von der man einen tollen Blick über das Oderpanorama und auf die Kräne hat.

Hakenterrasse
Hakenterrasse

Die Terrasse erstreckt sich über eine Länge von 500 Metern und thront stolze 19 Meter über dem Ufer der Oder. Im südlichen Teil der heutigen Wały Chrobrego finden sich die Seefahrtsakademie sowie das Gebäude, in dem das Teatr Współczesny (Zeitgenössisches Theater) und das Nationalmuseum untergebracht sind. Breite Treppen führen von der Terrasse hinunter zur Oder, und an den oberen Treppenpodesten befinden sich zwei Pavillons, die als Eingänge zu den Restaurants dienen. Am Fuße der Terrasse verzaubern ein Springbrunnen mit Zierfiguren von Johannes Scolvus und Witscacus sowie zwei leuchtturmähnliche Säulen die Besucher.

Praktischerweise ist am Samstag der Eintritt in das Nationalmuseum[9], welches sich über mehrere Gebäude der Stadt verteilt, kostenlos. So besuchten wir hier die kleine Ausstellung an der Hakenterrasse.

Es war zwa schon später Nachmittag, aber noch deutlich zu früh für das Abendessen. So ging es durch den Park vorbei am Adam Mickiewicza Denkmal bis zur Galaxy Mall, wo wir im Supermarkt ein paar Snacks holten, bevor es mit der Tram zur Stadtverwaltung von Stettin ging.

Dieses grüne Gebäude befindet sich auf einer wichtigen Sichtachse. Der Bau begann 1924, erbaut im neobarocken Still und damals beherbergte es auch eine Bibliothek.

Natürlich versteckt sich hier auch eine Dose[10], welche wir schnell fanden.

Zum Abendessen ließen wir es scharf angehen im Restauracja Sichuan[11]. Sehr lecker und empfehlenswert. Ein winziger Laden, das Warten lohnt sich, wenn es voll ist.

Damit ging ein durchaus sehr ausgefüllter Tag mit vielen Eindrücken und jeder Menge Schritte zu Ende und wir fielen müde ins Bett.

Reisebericht: 2024.1 Stettin

Kurze Moppedtour mit meinem Bruder nach Stettin. (4 Teile)

  1. [1] GC9WJC2 „Szczeciński plastyk“ (Traditional Cache)
  2. [2] GC4JCD2 Baszta Panieńska / Virgin Tower (Traditional Cache)
  3. [3] Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin
  4. [4] GC892BR Zamek Książąt Pomorskich – Virtual Reward 2.0 (Virtual Cache), GC86R3A Zamek Książąt Pomorskich / Pomeranian Dukes Castle (Traditional Cache)
  5. [5] GCA9WF5 I ❤️ Szczecin – Filharmonia (Traditional Cache)
  6. [6] Museum für Technik und Verkehr
  7. [7] Be Happy Museum
  8. [8] GC7B9H7 Dźwigozaury (Virtual Cache), GC8J094 I ❤️ Szczecin – Dźwigozaury (Traditional Cache)
  9. [9] Nationalmuseum in Stettin
  10. [10] GCAERVJ Urząd Miasta Szczecin (Traditional Cache)
  11. [11] Restauracja Sichuan

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