Mit dem Motorrad über die Seealpen bis nach Saint Tropez und zurück. Dabei ging es auch durch Annecy und Turin, sowie über jede Menge Alpenpässe. (9 Teile)
- Das Abenteuer beginnt im Département Haute-Savoie
- Durch Annecy, dem Venedig der Alpen
- Über 12 Pässe an die Côte d’Azur
- Die Gendarmerie von Saint-Tropez
- Auf einen Kaffee nach Monaco
- Auf der Suche nach Genuss im Piemont
- Kein Grabtuch in Turin
- Am Kirchturm von Alt-Graun vorbei nach Hause
- Seealpen: Fakten, Fazit und Film
Bei den Überlegungen für die Sommerreise fiel mein Augenmerk unter anderem auf die Route des Grandes Alpes und generell die Seealpen. In Frankreich war ich mit dem Motorrad bisher meist nur kurz für die Durchreise und wollte gern mal etwas mehr Zeit dort verbringen.
Da mir aber auch bekannt ist, dass die hochalpinen Pässe gern bis in den Juni noch gesperrt sein können, plante ich meine Reisebeginn unüblich später ab Mitte Juni. Da konnte ich aber noch nicht ahnen, dass der Sommer so früh so heiß sein wird.
Strecke machen
Los ging es am Samstag den 14.06. kurz vor 7 Uhr. Es waren noch 15 °C, aber die Sonne gab sich schon richtig Mühe. Von Berlin ging es direkt auf die Autobahn mit dem Tagesziel Karlsruhe. Das bedeutet als eine völlig unspektakuläre Fahrt über die A10, A9, A4 und A5, aber auch knapp 700 km monotone Fahrerei.
Es wurde auch recht schnell sehr warm und so kam ich gegen 15 Uhr und bei 33 °C sehr verschwitzt in Karlsruhe an. Meinen Schlafplatz hatte ich im Hotel Beim Schupi[1] gebucht und nachdem ich das Zimmer bezog und mich frisch machte, machte ich mich auf den Weg in Richtung Innenstadt.

Dazu lief ich zunächst ein Stück an der Alb entlang bis zur Straßenbahnhaltestelle und nach nur wenigen Stationen stand ich auch schon am Karlsruher Marktplatz in der Sonne. Ich lief zum Karlsruher Schloss und spazierte etwas durch den Schlosspark, aber da die Sonne unerbittlich brannte, blieb ich nicht lange und genoss lieber ein erfrischendes Eis in der Claus Eismanufaktur[2].
Später lief ich noch am Naturkundemuseum vorbei und schlenderte noch etwas durch die Gassen, bevor ich zum Abendessen bei My Heart Beats Vegan[3] einkehrte. Mit leckerem Hummus und eine Gyros-Reis-Pfanne schloss ich den Tag ab.
Grenzüberschreitende Feuchtigkeitswerte
In der Nacht zum Sonntag den 15.06. hatte es geregnet, für viel Abkühlung sorgte dies jedoch nicht.
Nach dem Frühstück fuhr ich gegen 8:30 Uhr aus Karlsruhe Richtung Süden raus und direkt auf die A5 bis zur Schweizer Grenze bei Basel. Auf dem Weg gab es ab und an ein paar kurze Schauer bei rund 23 °C. In der Schweiz übernahm die Sonne und über die Autobahn ging es vorbei an Solothurn, Bern und Genf.

Kurz hinter Genf sah ich am Horizon schwarze Wolken, hoffte aber, dass ich eventuell drumherum komme. Kaum überquerte ich die Grenze zu Frankreich fing es heftig an zu regnen. Es kam in so kurzer Zeit zu viel Wasser herunter, so dass meine Kombi dem nicht standhielt und ich auch keine Möglichkeit mehr hatte, die Regenpelle überzuwerfen.
Das Wasser stand auf der Fahrbahn, alle fuhren langsam und ich hatte zum Glück nur noch wenige Kilometer vor mir. Komplett durchnässt kam ich am Nachmittag in Annecy an, als die Wolken sich bereits wieder verzogen und langsam die Sonne zum Vorschein kam.
Ich bezog mein Zimmer im Première Classe Hotel[4], hing meine Sachen zum trocknen auf und machte mich frisch.
Danach lief ich in die kleinen Gassen der Altstadt von Annecy, über die Pont Perrière bis zum Jardins de l’Europe mit Aussicht auf den See. Es war auch schon wieder sonnig und warm, aber noch aushaltbar.
Ein Eis durfte natürlich auch nicht fehlen und in der touristisch orientierten Altstadt gibt es dazu auch unzählige Gelegenheiten. Nach der Aussicht auf den Lac d’Annecy besuchte ich die Kathedrale von Annecy, deren Portal zunächst etwas unscheinbar in einer Gasse auftaucht. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche im gotischen Stil erhielt 1822 den Status einer Kathedrale.
Nach diesem kleinen ersten Rundgang entlang des Flusses Le Thiou und der Fahrt am Vormittag, war ich auch hungrig genug für das Abendessen, welches ich mir im Dip – Honest Food[5] gönnte, einem kleinen netten Laden in der Rue de la Gare und unweit des Flusses. Nach meinem Weg zurück ins Hotel in der lauen Sommerabendluft fiel ich müde ins Bett.
Route:
Mit dem Motorrad über die Seealpen bis nach Saint Tropez und zurück. Dabei ging es auch durch Annecy und Turin, sowie über jede Menge Alpenpässe. (9 Teile)
- Das Abenteuer beginnt im Département Haute-Savoie
- Durch Annecy, dem Venedig der Alpen
- Über 12 Pässe an die Côte d’Azur
- Die Gendarmerie von Saint-Tropez
- Auf einen Kaffee nach Monaco
- Auf der Suche nach Genuss im Piemont
- Kein Grabtuch in Turin
- Am Kirchturm von Alt-Graun vorbei nach Hause
- Seealpen: Fakten, Fazit und Film





































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