Ein verlängertes Wochenende mit der Blogoma (4 Teile)
- Zwischen Zügen und Katzen
- Von Spielzeug zu Kunst
- Nürnberg von der Ur-Zeit bis heute
- Nürnberg: kleines Fazit
Auch am Sonntag den 05.10. habe ich noch vor dem Morgengrauen die Laufschuhe geschnürt. Vorbei ging es leicht vernieselt am Rangierbahnhof, wo gerade eine Baureihe 01 angeheizt wurde. Weiter ging es durch Tullnau und entlang der Wöhrder Wiese.

Nachdem Frühstück fuhren wir mit der U-Bahn eine Station bis zur Station Opernhaus, überquerten den Frauentorgraben und befanden uns innerhalb der Stadtmauer direkt in der Straße der Menschenrechte. Diese 1993 eingeweihte imposante Kunstwerk besteht aus 27 Säulen mit 8 m Höhe, 2 Bodenplatten und einem Eingangstor. Darauf finden sich Auszüge aus den 30 Artikeln der Erklärung der Menschenrechte, jeweils in Deutsch und einer anderen Sprache.

Der leichte Regen zwang uns jedoch schnell in das ebenfalls dort befindliche Germanische Nationalmuseum[1] zu gehen, da wollten wir ja eh rein.
Museumssonntag
Das 1852 gegründete Museum, wurde mehrfach erweitert und umgebaut. Anfänglich wurde bereits 1857 das ehemalige Kartäuserkloster einbezogen, weiter Erweiterungen fanden 1983, 1988 und 1996 statt. Mit rund 1,3 Millionen Objekten ist es das größte kulturgeschichtliche Museum im deutschsprachigen Raum.

Die Daueraustellung zeigt die Kunst und Kultur von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 21. Jahrhundert. Es ist so umfangreich, dass man hier gut die Zeit vergessen kann.
Als wir Stunden später das Museum nach so vielen Eindrücken verließen, regnete es immernoch. So ging es wieder in die U-Bahn und bis zur Station Wöhrderwiese. Die Sonne entschied sich doch mal kurz rauszukommen, aber wir standen hier schon im nächsten Museum.
Es war das Naturhistorische Museum[2]. Dieses ehrenamtlich geführte Museum hält eine kleine Sammlung aus Ethnologie, Geologie und Ökologie bereit.
Das Museum ist zwar fast genauso alt wie das Germanische Nationalmuseum, aber ist seitdem auch schon mehrfach umgezogen. Angefangen im Haus „Zur Blume“, über das Luitpoldhaus, befindet es sich seit 2000 in der Norishalle.
Draußen wechselte sich weiterhin Sonne und Wolken ab. Wir fuhren mit dU-Bahn und Tram in das historische Straßenbahndepot St. Peter[3]. Hier befindet sich ein kleines Museum rund um den Nahverkehr in Nürnberg.
Wir hatten Glück und konnten uns direkt Fahrkarten für die Sonderfahrt mit einer alten Straßenbahn von 1928 kaufen, kaum 5 Minuten später ging die rumpelige Fahrt durch Nürnberg auch schon los. Wie damals üblich gab es pro Wagen 2 Schaffner, welche uns Geschichten rund um die Bahn als auch von Nürnberg erzählten.
Sehr kurzweilig die Fahrt, ebenso auch das kleine Museum.
Danach nahmen wir nochmal eine Linienfahrt in die Nordwestliche Außenstadt, bevor wir zum Abendausklang in die Kaschemme[4] gingen.

Lauf am Sonntag Morgen
Abreisetag
Nach einem etwas späteren Frühstück am Montag den 06.10., packten wir unsere Sachen und checkten aus. Ich deponierte unsere Taschen im Bahnhof und wir fuhren dann mit der Tram zum Doku Zentrum.

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände[5] befindet sich am Dutzendteich. Hier hielten die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1938 die Reichsparteitage ab und hatten gigantische Architekturpläne. Teile wurden umgesetzt und Zeugen heute als Reste dieser Großbauten.
Auf Grund von Umbauarbeiten, konnten wir nur eine kleine Interimsausstellung besuchen, die jedoch nicht weniger Interessant diesen Wahnsinn zeigte.
Es ging rund in Fürth
Nach diesen doch auch bedrückenden Impressionen, hatten wir noch viel Zeit vor unserer Rückreise. So fuhren wir mit Tram und U-Bahn nach Führt. Zufällig war dies hier auch die Zeit der Michaelis Kirchweihe und so war das gesamte Zentrum von Fürth mit Fahrgeschäften und Rummelbuden zugestellt.

Bei leichtem Niesel schauten wir uns flanierend um.
Bei Peter Pane[6] gab es ein etwas verspätete mittägliche Stärkung und wir machten uns dann langsam mit der S-Bahn auf dem Weg zurück nach Nürnberg, von wo es dann mit dem Zug leicht verspätet zurück nach Berlin ging. Immerhin war die Ankunft pünktlich zum Tagesende.

Ein verlängertes Wochenende mit der Blogoma (4 Teile)
- Zwischen Zügen und Katzen
- Von Spielzeug zu Kunst
- Nürnberg von der Ur-Zeit bis heute
- Nürnberg: kleines Fazit



































































Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Datenschutzerkärung