Mit dem Motorrad über die Seealpen bis nach Saint Tropez und zurück. Dabei ging es auch durch Annecy und Turin, sowie über jede Menge Alpenpässe. (9 Teile)
- Das Abenteuer beginnt im Département Haute-Savoie
- Durch Annecy, dem Venedig der Alpen
- Über 12 Pässe an die Côte d’Azur
- Die Gendarmerie von Saint-Tropez
- Auf einen Kaffee nach Monaco
- Auf der Suche nach Genuss im Piemont
- Kein Grabtuch in Turin
- Am Kirchturm von Alt-Graun vorbei nach Hause
- Seealpen: Fakten, Fazit und Film
Den Montag, 16.06., beginne ich morgens mit einer kleinen Laufrunde durch das noch schlafende Annecy.
Ich laufe zunächst Richtung Pont Neuf, dann am Thiou entlang und durch die Altstadt. Das gibt mir die Gelegenheit die beliebte Brücke Perrière ganz alleine zu besuchen und abermals einen Blick auf das Palais de l’Isle zu erhaschen.

Zurück ging es über die Avenue de Trésum, vorbei am Paradis und entlang der Avenue du Crêt de Maure, sowie Chemin de la Croix Rouge bis zum Hotel.
Frühstück mit Hindernissen
Als ich beim Frühstück erschien, bemerkte ich wie andere Gäste wartend vor der Kaffeemaschine standen und das Personal verzweifelt versuchte, diese wieder in Gang zu setzen. Zum Glück war ich im Urlaub und hatte ja Zeit, aber als es nicht gelang, das Gerät zu seiner Aufgabe zu bewegen, empfahl man uns den Getränekautomat im Gang zu nutzen. Dieser wurde freigeschaltet, so dass man kostenlos Getränke ziehen konnte. Zu meiner Überraschung war es ein Automat mit Mahlwerk, so dass immerhin Kaffee frisch mahlte und brühte.
Sowas kann ja durchaus mal passieren und die angebotene Alternative war nicht so übel, außer dass man aktiv Zucker abwählen musste.
Historisches Annecy
Nach dem Kaffee und ein paar Brötchen spazierte ich abermals in die Altstadt. Auf Grund der vielen kleinen Wasserläufe, der gepflasterten Gassen, Brücken und Wegen entlang des Flusses, nennen einige Annecy auch das Venedig der Alpen. Ich war zwar noch nicht in Venedig, aber Annecy ist wirklich sehenswert.
Ich wanderte hinauf zur Burg Annecy. Die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert erbaute Spornburg war unter anderem die Residenz des Grafen von Genz, sowie der Herzöge von Nemours. Nach diversen Bränden und einem Wiederaufbau, wurde vom 17 Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Kaserne genutzt. Seit 1953 wird sie als Museum genutzt.
Eine schöne kleine Burg oberhalb der Stadt mit tollem Blick, jedoch beherbergt das Museum in erster Linie wechselnde Kunstausstellungen und nichts zur Geschichte der Burg. Im Hauptturm gibt es ein weiteres Museum zur Geschichte der Stadt und deren Umgebung. Hier findet man neben Handwerksgeschichte auch viel zu Flora und Fauna rund um Annecy und natürlich auch die Überreste der Sirenen von Annecy.
Es ranken sich viele Legenden um Annecy.
Keine Legende hingegen ist das Palais de l’Isle. Auch dieses Gebäude wurde im 12. Jahrhundert erbaut und befindet sich inmitten des Flusses Thiou. Die Insel ist über 2 Brücken von jeder Seite des Flusses erreichbar. Zunächst war es der Sitz des Herren von Annecy, dann Verwaltung. Auch als Gerichtsgebäude diente es und bis zur Französischen Revolution war es ebenso auch als Gefängnis genutzt.
Heute beherbergt es das Heimatmuseum, in dem man auch den Gerichtsaal und die Gefängniszellen besichtigen kann.


Entspannung auf dem See
Nach diesen zahlreichen historischen Eindrücken spazierte ich durch die Jardins de l’Europe bis zum Quai Napoleon III. und nahm die Möglichkeit zu einer kleinen Bootstour wahr.
Der Lac d’Annecy, See von Annecy, ist ein Alpenrandsee mit einer Länge von 14,6 km und zwischen 800 m und 3,3 km breit und wird von mehreren Gebirgsflüssen gespeist.
DIe Fahrt in dem kleinen Holzboot führte südwärts zunächst rechtseitig entlang des Ufers, vorbei an Beau Rivage bis zum Château de Duingt. Auf dem Rückweg passierten wir Grotte du Grand Pertuis und den Impérial Palace Annecy.
Immer auf der Suche
Zur Abkühlung nach der Zeit auf dem See in der Sonne und weil es eben auch schon Nachmittag war, gab es natürlich erstmal ein Eis. Danach begab ich mich auf Geocache-Suche und schon der Erste[1] zeigte mir wieder eine kleine verborgene Sehenswürdigkeit, einen Teil der alten Festungsmauer. Der Nächste[2] führte mich in eines der Untergeschosse des unterirdischen Parkhause mitten in Annecy, welches an der Oberfläche kaum sichtbar war. So ging es weiter kreuz und quer durch Annecy.
Natürlich auch hinauf zur Basilique de la Visitation, der zwischen 1922 und 1930 erbauten Kirche oberhalb von Annecy. Das etwas schlichte Äußere lässt die prunkvolle Innenausstattung nicht erahnen. Sie ist die Kapelle des dortigen Nonnenklosters und durch die exponierte Lage, hat man von dort oben einen weiteren schönen Blick über Annecy.
Auf meinem Weg wieder hinab ins Zentrum, führte mich ein Cache[3] auch auf den Friedhof von Annecy, auf dem auch einige regionale Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe fanden.

Weil es am Tag zuvor schon so lecker war, ging ich auch an diesem Tag ins Dip – Honest Food[4] auf einen Burger mit Rotkohl und Süßkartoffel-Fritten. Ein schmackhafter Abschluss für einen schönen Tag.
Laufrunde
Mit dem Motorrad über die Seealpen bis nach Saint Tropez und zurück. Dabei ging es auch durch Annecy und Turin, sowie über jede Menge Alpenpässe. (9 Teile)
- Das Abenteuer beginnt im Département Haute-Savoie
- Durch Annecy, dem Venedig der Alpen
- Über 12 Pässe an die Côte d’Azur
- Die Gendarmerie von Saint-Tropez
- Auf einen Kaffee nach Monaco
- Auf der Suche nach Genuss im Piemont
- Kein Grabtuch in Turin
- Am Kirchturm von Alt-Graun vorbei nach Hause
- Seealpen: Fakten, Fazit und Film






















































Hi Max,
das sieht ja echt fantastisch aus!
Ich wünsch Dir weiterhin eine schöne Reise!
Liebe Grüße
Ben (über Jony)
@Ben: danke Dir, es war auch sehr schön und es kommen noch weitere schöne Eindrücke der Reise. 😉