In Fürstenberg (Oder), einem Stadtteil von Eisenhüttenstadt, findet man ein Industriedenkmal, wobei das nicht so ganz offensichtlich ist. Folgt man dem Oder-Neiße-Radweg passiert man unweigerlich die Ruine des Kraftwerks Vogelsang.
Ich bin zwar noch nicht mit dem Rad dort lang, denn man kann auch einfach einen Spaziergang vom Bahnhof Eisenhüttenstadt zur Oder machen, aber ich hab mir das auch mal angesehen.

Auf dem Weg dorthin sieht man schon von weitem die 100 m hohen Schornsteine und nach einer Weile tritt die Ruine aus dem Schatten der Bäume hervor.
Das Kraftwerk, dessen Bau im April 1943 begonnen hatte und im Januar 1945 gestoppt wurde, ist nie in Betrieb gegangen. AUsgestattet war es mit zwei Maschinengruppen zu je 75 MW, einen Probelauf einer der Maschinen gab es kurz vor dem Baustopp.
Im Februar 1945 errichtete die über die Oder gekommene Rote Armee hier einen Brückenkopf, welcher bis April 1945 hart umkämpft war. Nach dem Krieg wurden die Maschinen, AUsrüstung und Stahlbauten als Reparationsleistung demontiert und über die Oder abtransportiert. Der Verbleib ist unklar. Das Gelände wurde daraufhin als Übungsgelände für Zivilverteidigung und Kampfgruppen genutzt.
1998 wurde zwar mit dem Abriss begonnen, jedoch aus Naturschutzgründen nicht fortgesetzt. Seitdem steht es mehr oder weniger gut gesichert und beherbergt Turmflaken, Fledermäuse und vieles mehr. Der Wunsch es als Industriedenkmal zu erhalten ist groß.












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