Das Stucklichriiz

Teil 7 von 8 des Reiseberichts 2023.5 Schweiz
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Reisebericht: 2023.5 Schweiz

mit der Blogoma in und durch die Schweiz: es ging auf Pilatus und Stanserhorn, wir machten eine Fahrt mit dem Glacier Express bis nach Zermatt und hoch zum Gornergrat und Matterhorn (8 Teile)

Für den neunten Reise-Tag hatte ich mir eine Wanderung vorgenommen, die ich eigentlich schon die ganzen Jahre zuvor machen wollte, es sich aber nie so ergeben hatte.

Morgens in Obwalden
Morgens in Obwalden

Jeden Tag im Flüeli konnte ich hinauf zum Stucklichriiz (manchmal auch Stucklichrüz oder so, ist halt Dialekt) schauen, welches auf 1800 Meter thront. Das sind auch nur knapp 1200 Meter Höhenunterschied. Edith hat mir netterweise mehrere Routen vorgeschlagen, die einigermaßen gut machbar sind, aber auch angeboten, mich ein Stück hinauf zu fahren. Das nahm ich nur daher dankend an, da so auch Mutti die Chance hat, von etwas weiter oben auf den Sarnersee zu schauen.

Der lange Weg nach oben

Kurz vor 9 Uhr nach dem Frühstück fuhren wir nach Oberschwanden, wo ich meinen Wanderrucksack aufsetzte, mich von Mutti und Edith verabschiedete und den Aufstieg bei rund 1100 m begann.

Da hoch geht es.
Da hoch geht es.

Am Anfang verlief die Route noch einfach entlang von gut sichtbaren Wirtschafts- und Wanderwegen über Schotter und Geröll. Weiter oben änderte sich dies aber dann doch recht schnell.

Richtige Pfade waren nur noch selten auszumachen, aber die Rot-Weiß-Rot-Markierungen waren hier und da sichtbar und wiesen den Weg. Diese offiziellen Wanderrouten führen natürlich auch über Weiden. Hier oben sind die Rinder den Sommer meist allein draußen.

Von weitem kann ich den Bimmelkühen ja problemlos zuschauen, muss aber sagen, dass ich sie eben auch unberechenbar finde und ein bisschen Angst vor ihnen habe. Das passte dann aber nicht so gut, als ich auf einem sehr engen Stück nah an ihnen vorbei musste.

Mit viel Geduld wartete ich lieber, bis sie die schmalen Wege frei machten. Denn viele Möglichkeiten drumherum zu gehen, gab es nicht.

Das Ziel weiterhin vor Augen, war ich aber auch etwas Stolz, als ich diese kleinen Hürden gemeistert hatte und es dann einfach noch steiler wurde.

Panorama zwischen den Kühen:


Soweit oben haben die Kameralinsen leicht beschlagen und ich habe es nicht mitbekommen.

Nach fast zwei Stunden habe ich das Kreuz dann erreicht und konnte mich auch ins Gipfelbuch eintragen. Die Aus- und Weitsicht ist wirklich toll und die Anstrengung hat sich gelohnt.

Aussichtspanorama vom Stucklichriiz

Noch ein kurzes Videotelefonat mit den Untengeblieben und schon trat ich den Abstieg an, aber nicht ohne vorher hier oben noch einen Cache[1] zu finden, der sich nahe des Kreuzes versteckt.

Für den Rückweg wählte ich dann die Route über Barfeld, vorbei am Melchtal und Flüeli-Ranft. Während es am Morgen noch leicht bewölkt war und gab die Sonne ab Mittag wieder alles. Viel Schatten bot sich leider nicht und es war sehr warm und anstrengend. Nach gut 6 Stunden, 12 km und jeder Menge Höhenmeter war ich dann zurück, etwas erschöpft aber auch sehr zufrieden.

abwärts
abwärts

Zur Belohnung wurde an diesem letzten Abend nochmal der Grill angeschmissen.

Karte der Wanderrung:

Download file: Stucklichr_z_.gpx

Es geht wieder nach Hause

Der zehnte Tag brach an, da hieß es nach dem Frühstück auch schon Abschied nehmen.

Mond am Morgen über der Lourdeskapelle
Mond am Morgen über der Lourdeskapelle

Mit dem Bus ging es kurz nach 9 Uhr wieder zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Luzern. Da es noch etwas Zeit war, bis unser Zug nach Basel ging, nutzten Mutti und ich hier die Zeit um noch etwas den Ausblick auf den Vierwaldstättersee und der Rigi zu genießen.

Wie gewohnt fuhr der Eurocity nach Basel pünktlich ab, der Umstieg war ebenso unspektakulär und am Ende saßen wir im ICE nach Berlin. Kurz nachdem wir Basel verlassen hatte, lief auch schon der Zoll mit Spürhund durch den Zug. Das war auch das einzige Spannende auf der ganzen Fahrt. Am Abend kamen wir dann daheim mit vielen neuen Eindrücken an.

 

Reisebericht: 2023.5 Schweiz

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  1. [1] GC2CMZ4 „Stuckli-Kreuz“ Cache (Traditional Cache)

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