Mit der Seilbahn in die Wolken

Teil 3 von 12 des Reiseberichts 2024.3 Westkarpaten

Schon in der Nacht zum vierten Reisetag war der Regen so heftig, dass ich davon wach wurde. Sturzbachartig kam das Wasser runter und auch beim Frühstück sah es nicht viel besser aus und von den Bergen war gar nichts zu sehen. Ich ließ mir Zeit beim Frühstück und überlegte, was ich denn machen könnte.

Regen ist ja eigentlich immer Museumszeit, aber Museen gibt es nicht viele in dem kleinen Ort. Ich schlenderte daher langsam zum TANAP Museum[1], dem Museum des Tatra Nationalparks.

Im Museum erfährt man viel zur Geologie, Flora und Fauna in der Tatra, aber auch über die lokale Kultur.

Die Dioramen sind liebevoll und detailreich gestaltet und wenn man sich viel Zeit nimmt, entdeckt man Einiges.

Der Regen hatte mittlerweile etwas nachgelassen und es nieselte noch. Eigentlich wollte ich auf den berg fahren und da dieser noch in den Wolken hing, überlegte ich, ob ich mit dem Zug einen Ort weiter fahre. Da es bereits Mittag war und der Wetterbericht auch Besserung zum Nachmittag versprach, wollte ich doch im Ort bleiben, um spontan mit der Seilbahn hinauffahren zu können.

So besuchte ich noch das Ski-Museum[2], welches die Entstehung und Geschichte des Wintersports in der Hohen Tatra zeigt.

Auch der Niesel ließ nach und während ich weiter durch den Ort lief, auch um mir die Seilbahnstation anzusehen, entdeckte ich eine Hirschkuh auf einem Parkplatz, die sich auch nicht aus der Ruhe bringen ließ. Zum Glück war es kein Bär, welche in der Tatra ebenso anzutreffen sind und weshalb hier die Mülltonnen an den Häusern gut verschlossen sind.

Ausnahmsweise aß ich an diesem Tag auch Mittag und zwar im Restaurant Fiaker, aber auch nur um ein wenig die Zeit totzuschlagen und auf weniger Wolken zu warten.

Danach lief ich zurück zur Unterkunft und auf dem Weg loggte ich auch fix noch einen Cache[3], bevor ich die Kirche Unserer Lieben Frau von Mariä Himmelfahrt passierte. Kaum bin ich auf dem Zimmer, sind die Wolken etwas höher gezogen und die Webcam auf dem Berg zeigte etwas Landschaft. Also lief ich schnell zur Seilbahnstation, kaufte über die GoPass App ein Ticket und fuhr hinauf.

Zwar wird die Technik an den Stationen von Menschen bedient, aber es gibt keine Kassen, so muss man entweder über die Webseite oder eben die App Tickets erwerben, die dann am Drehkreuz gescannt werden.

Bei der Auffahrt auf die erste Zwischenstation ergab sich eine Aussicht unterhalb der Wolken. Bei Ankunft am Skalnaté Pleso war es dann nicht mehr so frei und die Wolken kamen wieder und so war es nicht möglich hinterunter zu schauen. Da es schon spät am Nachmittag war und vermutlich auch des Wetter wegens, war das Restaturant hier oben bereits geschlossen.

Zum Glück hatte ich mich nur für die Fahrt zum Skalnaté Pleso entschieden und nicht hinauf zum Gipfel Lomnický štít, denn da oben hätte man gar keine Aussicht gehabt.

Ich fuhr wieder hinab und machte noch einen kleinen Spaziergang zu einem Cache[4], bevor ich zum Abendessen und Tagesabschluss im Restaurant La Famiglia Tatry[5] einkehrte.

  1. [1] TANAP Museum
  2. [2] Ski Museum – Tatranska Lomnica
  3. [3] GC2N2B0 Detske ihrisocko (Traditional Cache)
  4. [4] GC96XKX Sila času (Traditional Cache)
  5. [5] La Famiglia Tatry

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