Mit dem Schiff über die Donau

Teil 6 von 12 des Reiseberichts 2024.3 Westkarpaten

Nach dem Frühstück am 7. Reisetag lief ich zum Clark Ádám tér und nutzte hier die Gelegenheit mit einem dieser kleinen Elektrobusse[1] eine Sightseeing-Tour rund um die Burg zu machen. Ich war allein im Bus, die Fahrerin erzählt allerhand zu den Skulpturen und Häusern, die wir passierten.

Nach gut 30 Minuten war ich wieder am Ausgangspunkt und warf hier noch einen Blick auf die Standseilbahn und den 0-km-Stein. Diese Skultpur steht als Symbol für die ungarische Entfernungsmessung alle ungarischen Hauptstraßen, die in Székesfehérvár beginnt.

Danach fuhr mit dem Bus zum Deák Ferenc tér, um die Millenium Metro Ausstellung[2] zu besuchen.

Anlässlich der Milleniumsfeier Ungarns eröffnete am 2. Mai 1896 die erste Metro-Linie in Budapest und war damit die weltweit dritte U-Bahn der Welt.

Die Ausstellung zeigt neben der Entwicklung der Bahnhöfe und Strecken auch 3 unterschiedliche historische Metrowagen. Die Budapester Metro besteht aus 4 Linien mit einer Gesamtlänge von 39,4 km und 52 Stationen.

Nach diesem kleinen Ausflug in die Geschichte der Metro stöberte ich durch ein paar Souvenirgeschäfte und erwarb in der Post Briefmarken für die obligatorischen Postkarten. Auch in der Post muss man Nummern ziehen, für die man zuvor sein Anliegen wählt, aber da ich nur Briefmarken benötigte, konnte ich diese ohne Wartezeit direkt in einem kleinen Shop am Eingang kaufen.

Neben der Post befand sich die St.-Stephans-Basilika und auch die Möglichkeit hier fix einen Cache[3] zu loggen.

Während ich hier ein Foto der Seitenansicht machte, bemerkte ich, wie eine Mutter mit Kindern suchend näher zum Cache-Versteck kam. Ich fragte, ob sie etwas suchen und vielleicht einen Hinweis brauchen. Ich bemerkte, dass sie den in der Beschreibung gegebenen Hinweis nicht gut verstanden und blickte nur kurz in die richtige Richtung. Das genügte und sie bedankten sich freudig.

eine kleine Donau-Kreuzfahrt

Ich lief zum Donauufer und folgte diesem von der Kettenbrücke bis zum Schiffanleger 6. Eine kleine Rundfahrt über die Donau konnte ja auch nicht schaden und bei dem sonnigen sehr warmen Wetter, war ein schattiges Plätzchen mit Aussicht auch nicht verkehrt. Bevor wir ablegten, wurde mitgeteilt, dass auf der Hinfahrt Wein, Sekt, Bier und Softdrinks und auf der Rückfahrt Saft angeboten wird, zu meiner Überraschung war das Getränk inklusive.

Fischerbastei
Fischerbastei

Das Schiff fuhr zunächst südlich durch die Elisabeth- und Freiheitsbrücke, drehte dann um und fuhr vorbei an der Burg, der Höhlenkirche bis zur Margareten-Insel. Dort legte es an, der Ausstieg ist optional und bietet die Weiterfahrt mit nachfolgenden Schiffen. Ich stieg hier aus, da ich die Insel besuchen wollte. Die knapp 2,5 km lange Insel ist eine große Parkanlage und bietet einige kleine Sehenswürdigkeiten, wie eine Klosterruine oder auch den Wasserturm. Auf der Insel kann man zu Fuß und per Rad unterwegs sein und es werden hier auch Familienfahrräder in diversen Formen zur Miete angeboten.

Fahrrad auf der Margareteninsel
Fahrrad auf der Margareteninsel

Panorama Wasserturm

Gerade der Turm interessierte mich natürlich wieder und ein Aufstieg war für mich Pflicht. In der Ferne war Regen zu sehen, aber so richtig schaffte er es nicht nach Budapest, um für Abkühlung zu sorgen. Ich schlenderte weiter bis zur Margaretenbrücke und auf dem Weg kam ich natürlich noch an 2 Geocaches[4] vorbei, die ich schnell loggen konnte.

Mittlerweile war es schon Nachmittag und ich hatte Lust auf Kaffee und ich besuchte das kleine Café Green Life[5] in einer Nebenstraße. Unter einem Baum sitzend, genoss ich den leckeren Kuchen.

vegane Snickerstorte
vegane Snickerstorte

Königliche Aussicht

So gestärkt lief ich zum Jászai Mari tér und nahm eine alte Tram zum Clark Ádám tér. Von hier ging es dann mit der Standseilbahn hinauf zur Burg Buda. Als höchstgelegenes Gebäude ist die Burg aus allen Richtungen im vollen Ausmaß sichtbar.

Bereits im Jahr 1242 wurde an diesem Standort eine Burg errichtet. Der älteste Teil der heutigen Burg ist aus dem Jahr 1714.

Man hat hier wirklich eine tolle Aussicht über die Donau und die ganze Stadt, das ist natürlich auch ein Grund, dass hier ein virtuelle Cache[6] machbar ist.

Panorama Burg Buda

Nach einem Rundgang über das Burggelände fuhr ich mit der Standseilbahn auch wieder hinunter und lief kurz zum Hotel, um mich für das Abendessen frisch zu machen.

Mit der Metro fuhr ich dann zum Restaurant Napfényes[7]. Etwas versteckt und mit unauffäligen Äußeren, wurde ich drin überrascht. Das Menü bietet ein Vielzahl an interessanten Gerichten und wenn ich schon mal in Ungarn bin, durfte eine Gulaschsuppe natürlich nicht fehlen, aber das war nur die Vorspeise und als Hauptgang gab es Seitan Roast à la Brasov, also Geschnetzeltes. Zum runden Abschluss gönnte ich mir noch einen Bisquitkuchen.

  1. [1] Official Budapest Castle Bus
  2. [2] Millenium Metro Budapest
  3. [3] GC67YMR Szent István Bazilika / St. Stephen’s Basilica (Traditional Cache)
  4. [4] Water tower on Margaret Island, Tomb of Saint Margaret
  5. [5] Green Life Bakery
  6. [6] GCAJGEV WiCD – Danube Panorama (Virtual Cache)
  7. [7] Napfényes Vegán Étterem

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