Auf einen Trdelnik nach Kosice

Teil 4 von 12 des Reiseberichts 2024.3 Westkarpaten

Nach dem Regen war der Morgen des fünften Reisetages noch wechselhaft. Wie üblich packe ich mein Zeug noch vor dem Frühstück aufs Mopped und stärke mich für den neuen Tag.

Kaum verlasse ich den Ort Richtung Osten, kommt auch schon die Sonne raus und nach knapp 20 Minten erreiche ich schon Kežmarok bei herlichem Sonnenschein. Ein Besuch der Burg[1] stand auf der Liste und hier muss ich auch nicht auf eine Führung warten, denn ich bekomme hier eine für mich ganz allein. Es war noch früh und keine weiteren Besucher waren da.

Auf den Spuren von Graf Thököly

Die Burg, deren genaue Erbauungszeit unbekannt ist, entstand rund um die Elisabeth-Kirche und das angelegte Kloster aus dem 13. und 14.Jahrhundert als Stadtburg. Sie erlebte viele Machtkämpfe und die Familie Thököly war über vier Generationen Herrscher der Burg. Anfang des 18. Jahrhunderts erwarb die Stadt die Burg, jedoch zerfiel und brannte die Burg nieder. Mauern wurden für Kasernen abgetragen. 1931 wurde ein kleines Museum eingerichtet und zwischen 1961 und 1985 die Überreste als Denkmal instand gesetzt.

Man sieht deutlich die der vermutlich Mangelwirtschaft geschuldeten Restaurierungen, so sind Betontreppen oder modernes Pflaster integriert. Dennoch ist eine Besichtigung interessant auch die unterschiedlichen Nutzungen im Rahmen der Stadtverwaltung.

Danach fuhr ich weiter Richtung Südosten über kleine und kurvige Straßen unter blauem Himmel und viel Sonne. Es wurde wärmer.

irgendwo bei Spišský Hrhov
irgendwo bei Spišský Hrhov

Angekommen an der Zipser Burg und einem kleinen Fußmarsch hinauf zur Ruine, gab es eine positive Überraschung, der Eintritt an diesem Tag war frei.

fast 2000 Jahre Geschichte

DIe Zipser Burg, beziehungsweise das Areal wurde bereits im 2. Jahrhundert von Kelten besiedelt und im 12. Jahrhunder wurde eine Burg errichtet. Nach vielen Kämpfen in den Jahrhunderten, brannte sie 1710 ab und die letzten Truppen verließen die Burg 1780. 1961 wurde die Burg zum Kulturdenkmal erklärt.

Mein weiterer Weg führte mich über die 547 mit reichlich Kurven über Spišské Vlachy, Krompachy, Velký Folkmar bis nach Košice.

Überraschungen

Von außen unscheinbar, war die Unterkunft doch anders als erwartet. Die Penzión Grand[2] war von innen größer als von außen. Das Zimmer hatten ein riesigen Vorraum und ging von einer Art Atrium ab.

Ich machte mich früh und schlenderte durch die Altstadt von Košice, kam an einem Musikwasserspiel vorbei und kletterte auf den Glockenturm des Doms der Heiligen Elisabeth. Hier hatte ich einen tollen Blick auf die Stadt.

Als kleine Stärkung gönnte ich mir einen Espresso und Trdelnik, bevor ich andere Teile der Stadt durch Geocaching[3] erkundete. An einem der Caches[4] traf ich auf eine einheimische Cacherin. Sie half mir bei der Übersetzung des Listings und ich ihr beim Verstehen des Hinweises, so dass wir schnell einen Fund verzeichnen konnten. Hier trennten sich unsere Wege auch schon wieder und da es langsam spät wurde, war meine letzte Station das Restaurant Little India[5].

Vorspeise
Vorspeise

Neben einer Vorspeise gab es Chana Masala und das Cricket-Match Indien gegen Irland.

 

Karte der Tour:

Download file: 05-westkarpaten-kosice.gpx

  1. [1] Burg Kežmarok
  2. [2] Penzión Grand
  3. [3] Kosicka citadela, Strom partnerskych miest, Stará benzinpumpa, Autobusova zastavka
  4. [4] GCAQGFM Poriadna kamufláž (Traditional Cache)
  5. [5] Little India

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