Mit einem Fahrrad fing alles an

Teil 11 von 12 des Reiseberichts 2024.3 Westkarpaten

Am 12. Reisetag hieß es Abschied von Bratislava und der Slowakei zu nehmen.

Kurz vor 8 Uhr, nach dem Frühstück, fuhr ich bei bedecktem Himmel los, raus nach Westen über die Devínska cesta. Nach einem kurzen Fotostop vor der Burg Devín gab es wieder einzelne Nieselschauer.

vor der Burg Devín
vor der Burg Devín

Bei Lozorno fuhr ich auf die D2, der ich bis Brno folgte und wo es beim Abzweig auf die D1 rund um Brno ein wenig stockenden Verkehr gab. Kurz darauf verließ ich die D1, weiter auf Landstraßen über kleinere Orte wie Říčky, Velká Bíteš oder Tasov zu fahren. Danach ging es weiter auf der D1 bis zum Abzweig Psáře auf die 125 bis Kolín. Hier wechselte ich auf die 38, die mich bis nach Mladá Boleslav brachte.

unterwegs
unterwegs

Unterwegs kam dann doch noch die Sonne raus. Gegen 14 Uhr kam ich am Hotel MG restaurace[1] an. Das Zimmer wär eher ein kleines Apartment mit Küchenzeile und Balkon, direkt am Flugplatz, wo zufällig auch Flugstunden für Helicopter gegeben werden.

Ich zog mich um und lief dann zur Bushaltestelle, um in die Innenstadt zu fahren.

Mladá Boleslav ist die Heimat von Škoda Automobile und hier am großen Werk gibt es auch ein kleines Museum[2] zur Geschichte des Unternehmens.

Wie bei vielen Autoherstellern, begann auch hier alles mit Fahrrädern und zwar 1895 mit dem Buchhändler Václav Klement und dem Schlosser Václav Laurin, die gemeinsam unter dem Namen Laurin & Klement Fahrräder herstellten. Die Fahrräder wurden motorisiert, dann wurden auch Motorräder und Stationärmotoren hergestellt, schlussendlich wurde 1925 das Unternehmen an den Maschinenbaukonzern Škoda verkauft und die Fahrzeuge dann unter der Firmierung Škoda Auto vermarktet.

Für das Abendessen wurde ich bei der Restaurantsuche leider nicht fündig, daher ging ich einfach in den Supermarkt und kaufte mir dort etwas für das Abendessen, welches ich dann bei Sonnenuntergang auf dem Balkon des Apartments genoss.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

 

Heimreise mit Hindernissen

Mein Frühstück bekam ich aufs Zimmer am 13. und letzten Tag der Reise. Es regnete und ich ließ mir Zeit mit dem Frühstück, in der Hoffnung, dass es aufhört. Kurz vor 8 Uhr nieselte es zwar noch etwas, aber ich machte mich auf den Weg. Ich fuhr durch Mladá Boleslav Richtung Norden und zunächst zum Tesco Supermarkt, denn für daheim nahm ich mir noch ein paar Flaschen Kofola mit.

Danach ging es der 38 folgend weiter Richtung Norden, die Sonne kam etwas heraus, rechts und links gibt es ab und an ein paar Burgen. Ich fuhr durch Nový Bor und dann weiter auf der 13, vorbei an Česká Kamenice. Über die 263 ging es nach Krásna Lipa auf die 265 und bei Zahrady nehm ich die kleine 2656 und später die 2568 durch
Šluknov bis zur Grenze nach Deutschland.

Grenze zu Deutschland
Grenze zu Deutschland

Über Staats- und Kreisstraßen durchquerte ich Schirgiswalde bis ich an der B96 ankam und dieser über die B97 bis zur A15 bei Cottbus folgte. Das letzte Stück nahm ich die Autobahn bis Berlin.

Und damit das Ende der Reise spannend blieb, entschied sich der Stellmotor des DCT dazu, einfach nicht mehr zu schalten. Es blieb der 2. Gang drin, mit dem ich die restlichen paar Kilometer heimfahren konnte. Gegen 14 Uhr kam ich daheim an, nahm das Gepäck runter und kümmerte mich um einen Transport des Moppeds in die Garage.

Kurzfristig konnte ich für den nächsten Tag bei Motorradtaxi[3] einen Termin bekommen. Das hatte auch gut geklappt mit dem Transport und wurde über den Schutzbrief abgerechnet.

Ursache war ein bekannter Fehler, im Stellmotor sammeln sich mit der Zeit Kohleablagerungen auf den Wicklungen an, die dann einen Kurzschluss verursachen können. Das ist nach über 60tkm dann eben auch mal dran. Der Fehler ist durch Säubern des Stellmotors aber leicht behebbar und quasi kostenlos, wenn man es selbst macht.

Karte der Tour

Download file: 12-westkarpaten-heimfahrt.gpx

  1. [1] MG restaurace
  2. [2] Škoda Museum
  3. [3] Motorradtaxi

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