Mit dem Motorrad erst in die Schweizer Alpen, dann durch die Dolomiten. Viel Wandern, ein Halbmarathon und mehr. (10 Teile)
- Landstraßen, Schweizer Alpen und Entspannung
- Der Große Aletschgletscher
- Sarnersee Lauf 2024 – alles lief anders
- hinauf zum Jänzi
- Nach Disentis ins Kloster
- der beschwerliche Weg zur Rheinquelle
- Regen auf hochalpinen Straßen und italienische Dörfer
- Über 4 Pässe durch die Wolken nach Venetien
- Um den Eberhofer Kreisel ins Schloss Klösterle
- Schweizer Alpen & Dolomiten: Fakten, Fazit und Film
Der Morgen am 8. Reisetag, Donnerstag 5. September, verhieß beim Blick aus dem Fenster nichts Gutes. Es war stark bewölkt und leicht regnerisch.

Wie üblich packe ich meinen Krempel zusammen und klemm die Koffer noch vor dem Frühstück ans Mopped. Der Blick dabei nach Osten, am Bahnhof vorbei, sah etwas positiver aus. In der Ferne sah man die Sonne beim Aufgang durch die Wolkendecke blitzen.

Durch den Regen in die Lombardei
Gegen 8, kurz nach dem Frühstück, verließ ich Disentis über die 19 Richtung Chur. Kurz vor Tavanasa verließ ich die 19 und bog rechts auf Axastai ab und folgte der Bellauastrasse, Platta durch Meierhof und weiter über Valata bis nach Ilanz. Die Sonne wollte nicht wirklich hervorkommen. Bei Tamins wechselte ich auf die 13. Da es auf dem Weg Richtung Julierpass anfing zu tröpfeln und in der Ferne die Wolken dunkler wurden, machte ich kurz Halt um die vorsichtshalber die Regenpelle anzuziehen. Das war auch gut so, denn kurze Zeit später regnete es doch heftiger und die Kehren hinauf zum Pass nahm ich, wie auch andere, deutlich langsamer.

Einen langen Aufenthalt auf dem Julierpass sparte ich mir, es ging weiter durch Silvaplana, vorbei am Silsersee und über den Malojapass. Der Regen wollte einfach nicht aufhören und ich spulte die Kilometer einfach runter. Beiu Castasegna überquerte ich die Grenze nach Italien. Ich passierte Chiavenna, sowie Novate Messola.
Über kleine Gassen fuhr ich durch noch kleinere Dörfer und komme daher nur langsam voran. Aber hier gab es auch kaum Verkehr und so war der Regen auch nur ein untergeordnetes Problem. Ab und zu waren die kleinen Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt, so dass ich hier und da eine Extrakurve nehmen musste. Vor Boffeto wechselte ich dann doch auf Strada Statale 38. Der Regen machte eine Pause und bei Tresenda bog ich auf die Strada Statale 39 ab, welche mich über den Aprica Pass und bis nach Nembra, einem Ortsteil von Edolo, brachte.
Hier hatte ich meine Unterkunft, Villa Amaranta[1], erreicht. Die Auffahrt dorthin war war eine schmale steile Gasse und am Ende war eine 180 ° Wende nötig, die ebenfalls steil war. Ich versuchte auszublenden, dass ich hier ja auch wieder runter musste.
Ich ging hinein, aber es war niemand da. Ein älterer Herr kam mir entgegen, der aber scheinbar selbst Gast war. Er sprach leider nur italienisch und ich versuchte mit meinem soliden Halbwissen klar zu machen, dass ich auf der Suche nach dem Checkin bin. Irgendwann hatte er verstanden und rief jemanden an. 3 Minuten später kam eine junge Frau, zeigte mir das Zimmer und ich konnte einchecken.
Nahverkehr mit Pizza
Ich zog mich um, schaute vom Balkon in den wolkigen Himmel und beim Blick auf die Busabfahrtzeiten wurde mir klar, dass ich mich etwas beeilen musste. So lief ich zur Haltestelle und wartete nur wenige Minuten auf den Bus nach Edolo. So ein richtig großer Bus war es nicht, zunächst unscheinbar kam ein 16 Sitzer. 2 € und 5 Minuten später stand ich am Bahnhof in Edolo.
Es regnete natürlich wieder, also ging ich in die Bar Roma auf einen Kaffee, bevor ich durch das veregnete Edolo spazierte. Die Gemeinde Edolo in der Lombardei mit ihren rund 4400 Einwohnern ist eine klassische italienische Kleinstadt. Umgeben von Bergen mit bis zu 2500 m Höhe fließt hier auch der Fluß Oglio. Große Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, was aber nicht heißt, dass man nichts entdecken kann. Es gibt Kirchen und etwas Streetart, aber alles in allem auch Ruhe und Gelassenheit.
Ich schlenderte durch die Gassen, kaufte ein paar Snacks in einem kleinen Lebensmittelgeschäft und natürlich gab es handgemachte Pizza in der Pizzeria Piz – Bon[2] zum Abend, bevor es mit dem letzten Bus wieder zurück nach Nembra und in diem Unterkunft ging.
Am Abend meinte es das Wetter dann doch noch gut, der Regen hörte auf und es offenbarte sich zum Abschluss ein abendliches Farbspiel.
Karte der Tour:
Mit dem Motorrad erst in die Schweizer Alpen, dann durch die Dolomiten. Viel Wandern, ein Halbmarathon und mehr. (10 Teile)
- Landstraßen, Schweizer Alpen und Entspannung
- Der Große Aletschgletscher
- Sarnersee Lauf 2024 – alles lief anders
- hinauf zum Jänzi
- Nach Disentis ins Kloster
- der beschwerliche Weg zur Rheinquelle
- Regen auf hochalpinen Straßen und italienische Dörfer
- Über 4 Pässe durch die Wolken nach Venetien
- Um den Eberhofer Kreisel ins Schloss Klösterle
- Schweizer Alpen & Dolomiten: Fakten, Fazit und Film
- [1] Villa Amarante, Edolo ↩
- [2] Piz – Bon, Edolo ↩







































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