Mit dem Motorrad erst in die Schweizer Alpen, dann durch die Dolomiten. Viel Wandern, ein Halbmarathon und mehr. (10 Teile)
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- Der Große Aletschgletscher
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- hinauf zum Jänzi
- Nach Disentis ins Kloster
- der beschwerliche Weg zur Rheinquelle
- Regen auf hochalpinen Straßen und italienische Dörfer
- Über 4 Pässe durch die Wolken nach Venetien
- Um den Eberhofer Kreisel ins Schloss Klösterle
- Schweizer Alpen & Dolomiten: Fakten, Fazit und Film
Tag 9 der Reise startete zwar sonnig, aber mit Hindernissen.

Kein Mucks
Nach dem Frühstück wollte ich mich gegen 8 Uhr auf den Weg machen. Die schmale und schräge Auffahrt zur Unterkunft bereitete mir aber Probleme beim Rangieren. Auch wenn es rückwärts zunächst etwas abschüssig war, genügte der Schwung nicht über die kleine Ebene hinweg etwas bergauf auf der anderen Seite. Obendrein war der Asphalt auch nicht mehr der Beste und löchrig.
Ich ging nochmal rein und fragte die Gastgeberin, ob mir vielleicht kurz jemand helfen könnte. Da aber sonst niemand da war, half sie mir. Glücklicherweise waren es nur ein paar Schritte zu schieben, so dass ich eigentlich abfahrbereit stand. Aber der Druck auf den Startknopf ließ dann nur ein Klicken verlautbaren und der Starter wollte sich nicht drehen.
Mit ein paar gebrochenen Worten Italienisch und englisch versuchte ich das Problem zu erklären, sie rief dann ihren Mann, der auch Motorrad fährt. zunächst erleichtert, setzte sie aber nach, dass er in Genua lebt. Am Telefon erklärte ich ihm die Situation und er bat seine Frau den Starthilfekoffer zu holen. Nun habe ich eine sehr eingebaute Batterie und mir eine BS11 Dose installiert. Ein Kabel mit dem Stecker gab es natürlich nicht und in der Not hätte ich das mit 2 Schraubendrehern in der Dose gelöst. Aber nach der Wartezeit wagte ich nochmal einen Versuch und diesmal startete der Motor. Vielleicht hat hier die Wärme der Sonne der alten Batterie nochmal geholfen.
Ich bat um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und bedankte mich recht herzlich für die Geduld und Hilfe, bevor ich meine Reise doch noch fortsetzen konnte.
Durch die Wolken
Ich folgte der Strada Statale 39 ostwärts bis nach Edolo, wo ich auf die SS42 nach Norden abbog. Diese brachte mich durch Vezza d’Oglio und Ponte di Legno hinauf auf den Tonalepass mit 1882 m. Dahinter ging es dann schon durch die ersten Wolken, da diese tief hingen und vorbei am Forte Strino, einem alten Sperrwerk des österreichisch-ungarischen Festungsriegels.
Weiter ging es durch Ossana, vorbei an Malé und Terzolas, bis ich bei Cis auf die SS43 abbog. Südwärts fuhr ich am Lago di Santa Giustina entlang bis Dermulo um dort auf die Strada Statale 43 dir della Val di Non zu kommen. Am Kreisverkehr in Cavareno ging es weiter zur SS42 und einige Kurven später über den Mendelpass, 1363 m, und damit in die Provinz Bozen.
Die Sonne gab ihr Bestes, es wurde warm.
Ich durchquere Bozen und es war typisch italienischer Verkehr, voll und auf den ersten Blick chaotisch. Die Fahrbahnmarkierungen immer im Blick, stellt die Stadt aber auch keine große Hürde dar. Kaum aus Bozen wieder heraus, türmen sich schon die Felsen der Dolomiten auf.

Die Dolomiten ließen mich nicht los
Ich fuhr auf der SS12, welche recht lange der Brennerautobahn A22 parallel folgt, nur eine Etage tiefer und mit ein paar Kurven mehr. Bei Ponte Gardena ging es dann weiter nach Osten auf die SS242 und bei Plan de Gralba auf die SS243 rauf zum Passo Gardena bzw Grödner Joch auf 2121 m. Es folgten jede Menge Kurven bis nach Corvara, wo es weiter über die SS244 und später SP37 bis über den 2105 Meter hohen Passo di Falzarego ging.

Über die SR48 fuhr ich Richtung Cortina und in Cortina gab es dann doch die eine oder andere Baustelle mehr, so dass meiner geplanten Routen nicht mehr folgen konnte. Ich nahm den nächstmöglichen Abzweig und die Neuberechnung des Navis wirkte auf den ersten Blick passable, bis ich an einem beschilderten Waldweg stand und mir das ungeeignet vorkam.
Ich drehte um und stieß manuell eine Neuberechnung an. Das hatte zur Folge, dass ich doch den großen Bogen über die SS51 und SS49 zur SR48 fahren musste, anstatt den direkten Weg, an dem ich sogar vorbeifuhr.
Aber eigentlich war das auch gar nicht so schlimm, denn die Strecke oder besser die Gegend waren sehr schön anzuschauen und ein paar Kurven mehr schaden ja nie.
Genüsslicher Abend
Nach dem doch langen Fahrtag war ich froh die Unterkunft Albergo Ristorante al Mughetto[1] erreicht zu haben. Ich bezog das Zimmer und erfrischte mich bei einem Caffè al banco im Restaurant. Danach vertrat ich mir die Beine bei einer kurzen Wanderung im Wald, bei der ich die Ruhe genoss und welche genug Hunger für das Abendessen verschaffte.

Im Garten und auf der Terrasse der Herberge sah ich selbstgezogene Kräuter und Salate im Beet. Wie beworben, bietet die Küche frisch gekochte Speisen. Das Menü ist überschaubar und auf Nachfrage wurde mir auch außerhalb der Karte ein kleines Drei-Gänge-Menü gezaubert.
Das war ein gelungener Abschluss für diesen ereignesreichen und sehenswerten Tag.
Karte der Tour
Mit dem Motorrad erst in die Schweizer Alpen, dann durch die Dolomiten. Viel Wandern, ein Halbmarathon und mehr. (10 Teile)
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Jetzt bin ich gespannt, ob sie am nächsten Morgen ansprang 🙂
@Bla: ich auch.
Aber ernsthaft, ich musste keine neue Batterie kaufen, um nach Hause zu kommen. 😉