Der Große Aletschgletscher

Teil 2 von 10 des Reiseberichts 2024.4 Schweizer Alpen und Dolomiten
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Der Samstag, 31. August, begann kurz nach 7 Uhr mit einem kleinen Morgenlauf[1]. Beim Frühstück danach ließ ich mir Zeit und überlegte, was ich an diesem Tage, der mit Sonne begann, machen könnte.

Morgen am Sarnersee
Morgen am Sarnersee

Gegen 10 Uhr verließ ich Sachseln Richtung Süden. Auf der Brünigstrasse fuhr ich durch Lungern und über den Brünigpass. Ich folgte der Brünigpassstrasse durch Meiringen, wo es danach auf die Grimselstraße ging. Hier war durchaus viel los, nicht nur Kraftfahrzeuge, sondern auch jede Menge Radler waren aufwärts zum Grimselpass unterwegs. In Gletsch bog ich rechts auf die Furkastrasse ab und folgte der 19 durch Obergoms und Lax bis nach Betten Talstation.

Mit der Seilbahn zum Gletscher

Von hier aus nahm ich die erste Seilbahn hinauf zur Bettmeralp. Wanderte ostwärts durch den Ort bis zur Seilbahn hinauf zum Bettmerhorn. Oben angekommen, befand ich mich auf dem Holzweg zum Aussichtspunkt, der einen weiten Blick auf den Aletschgletscher bereithielt.

Der Aletschgletscher ist der großflächigste Gletscher der Alpen und über 22 km lang. Auch wenn der Aletschgletscher auf Grund seiner Masse noch nicht so stark klimatischen Schwankungen unterliegt, schmilzt auch er. Vor über 170 Jahren war er mit 26,5 km deutlich länger und seine Fläche noch mehr als 30 % größer.

Dennoch bot sich hier oben ein spannendes Bild über den Verlauf des Gletscher und auch sonst ein schöner Blick über die Aletscharena.

In der Bergstation kehrte ich für einen kleinen Snack ein und danach fuhr ich mit der Seilbahn wieder hinunter zur Bettmeralp.

Beim Spaziergang durch Bettmeralp ließ ich mir auf dem Weg hinunter zur anderen Seilbahn etwas mehr Zeit. Der kleine Ort lebt hier im Grunde nur vom Tourismus und man kann dort zu jeder Jahreszeit viel unternehmen. Da man nur mit der Seilbahn dort hochkommt, sind die Straßen auch überwiegend mit Fußgängern, Radlern und im Winter Skifahrern voll. Dazwischen gibt es ab und an mal kleine Elektrofahrzeuge für die regionale Versorgung.

Nachdem ich mit der Seilbahn wieder hinunter zur Betten Talstation fuhr, welche auch der Bahnhof für die Eisenbahn ist, durchfuhr in diesem Moment der Glacier Express den Bahnhof. Letztes Jahr noch selbst damit gefahren[2], wusste ich nicht, dass ich den Zug dieses Mal oft sehen werde und dessen Wege kreuze.

Glacier Express
Glacier Express

In wackliger Höhe

Auf den Hinweg hatte ich schon eine Hängebrücke gesehen und diese habe ich auf dem Rückweg natürlich nicht auslassen wollen.

Die Goms-Brücke ist eine 280 Meter lange Hängebrücke zwischen Fürgangen und Mühlebach. Sie überquert die Rhone in der Lammaschlucht und ist an der höchsten Stelle 92 Meter hoch. Die Brücke ist 140 cm breit, das genügt, um auch an Kinderwagen und Fahrrädern vorbei zu kommen. Der Höhenunterschied der beiden Brückenköpfe beträgt 13 Meter.

Der Blick entlang des Tals war wunderbar und auch einen Cache[3] fand ich auf der gegenüberliegenden Seite.

Mein weiterer Rückweg folgte meinem Hinweg, eben nur andersherum. Kurz hinter dem Grimselpass machte ich noch kurz Halt um den Ausblick am späten Nachmittag zu genießen, bevor ich kurz vor 19 Uhr wieder zurück in Sachseln war.

Ein schöner Ausflug mit angenehmen Temperaturen und vielen Eindrücken.

Karte der Tour:

Download file: 2024-08-31-Aletsch.gpx

  1. [1] Lauf am Morgen – Sachseln, Obwalden
  2. [2] Reisebericht Schweiz 2023
  3. [3] GC87G7Y Auf wackligen Beinen über die Lammaschlucht… (Traditional Cache) in Valais

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