Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
- Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
- Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
- Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
- Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
- Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
- Geburtstag in Bengaluru
- Grüne Parks, Rikschas und indische Palmenhörnchen
- Achterbahnen, Karussells und ein Mosambi Mojito
- Trubel auf dem Krishnarajendra Markt
- Planetarium, Kunst und ein letzter Abend in Bengaluru
- Indien: Fakten, Fazit und ein Filmchen
Mit dem Morgen des Sonntag 21.12.2025 brach mein letzter Tag in Indien an.
In die Sterne geschaut
Nach dem Frühstück lief ich links aus dem Hotel die Infantry Road lang bis zur Ali Askar Road. Bog wieder links ab und plötzlich war die sonst viel befahrene Straße leer. Ein Anblick, der nicht ungewöhnlicher sein konnte in dieser 13 Millionen-Stadt. Diese Ruhe hielt aber nicht lange an, als ich die Raij Bahvan Roiad entlang des Parks weiter lief kamen auch schon wieder jede Menge Fahrzeuge.
Weit hatte ich es nicht, denn mein Ziel war das Jawaharlal Nehru Planetarium[1]. Zufällig kam ich genau zur rechten Zeit kurz vor halb 11 an und konnte so direkt in die Vorführung „Dawn of the Space Age“ in Englisch gehen.
Hier wurde die Geschichte der Raumfahrt und der Wettlauf um den ersten Menschen im All und auf dem Mond behandelt. Das war sehr interessant aufbereitet, auch wenn es überwiegend Animationen und nur wenige Realbilder waren. Es war dennoch ein immersives Erlebnis, diese Show im Planetarium auf der Kuppel projeziert gesehen zu haben.


Ansonsten gibt es im Gebäude eine kleine Ausstellung mit Informationen rund um internationale Weltraummissionen, zur Entstehung des Universums und von Sternen, zu Sonnensystemen sowie zu den Erfahrungen von Astronauten in Raumfähren.
Der Außenbereich befindet sich neben Spielplätzen auch der Science-Park, mit interaktiven Exponaten rund um Astronomie und Physik. Ein Spaß mit Lerneffekt für Groß und Klein.
Indische Kunst
Vom Planetarium lief ich bis in die Palace Road Richtung Norden. Während ich den Eingang zur National Gallery of Modern Art[2] suche, habe ich jemanden angesprochen, der auch so aussah, dass er ins Kunstmuseum wollte.
Vinny[3], so hieß er, war nicht aus Bengaluru, sondern zu Besuch aus Anantapur. Auch er wollte ins Museum und wie sich herausstellte, hatte er Deutsch gelernt und wollte die Gelegenheit nutzen, es zu praktizieren. So durchstreiften wir gemeinsam das im Februar 2009 eröffnete Museum.
Das Gebäude ist ein denkmalgeschütztes Herrenhaus, welches von einem Wohnhaus in eine Galerie umgewandelt wurde. Die gesamte Ausstellungsflöche beträgt mit einem modernen Anbau, der architektonisch an den Stil des historischen Gebäudes angepasst wurde, 1260 m².
Die Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie Fotos vom frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie reicht von Miniaturmalerei über Kolonialmalerei über Bengal School bis zur Nachunabhängigkeitszeit.
Nach diesen vielen Eindrücken verabschiedete ich mich von Vinny und ging zurück ins Hotel.

Abschied nehmen
Es ging jedoch nicht aufs Zimmer, sondern erstmal ins Restaurant. So spät am Nachmittag durfte es Kashmiri Reis mit Früchten sein und dazu ein Kaffee.

Danach bearbeitete ich ein paar Bilder, packte meinen Koffer und ging gegen 8 Uhr abends abermals ins Hotel Restaurant für eine letzte Portion Channa Masala. Während ich aß, kam auch schon die Benachrichtigung, dass sich mein Flug verspätet. Das ist ja nicht so, dass es irgendwie Druck rausnahm, aber mein Plan, wann ich zum Flughafen fuhr, stand ja eh schon fest.

Ich checkte kurz nach 22 Uhr aus dem Hotel aus, wartete auf das Taxi und war um 23:30 Uhr am Flughafen. An den Schaltern standen schon jede Menge Reisende, ich reihte mich ein und nach einer knappen halben Stunde war ich den Koffer los, konnte durch die Sicherheitskontrolle und wartete die restliche Zeit in der Lounge, bis mein Flug endlich dran war.
Das Terminal 2 des Kempegowda International Airports wird nicht ohne Grund Garden Terminal genannt. Es ist innen wie außen sehr grün.


Mit nur 15 Minuten Verspätung ging es dann los und einen kurzen Schlaf später, war ich auch schon wieder in Deutschland, wenn auch erst in München.
Letztendlich in Berlin angekommen, endete das Abenteuer Indien.
Ich folgte einer Einladung zur indischen Hochzeit und nutzte die Gelegenheit für eine Winterflucht in Südindien. (11 Teile)
- Eine Einladung nach Indien als Auftakt einer etwas anderen Reise
- Auf zwei Rädern und mitten ins südindische Ritual
- Mit der Enfield zu Tempeln, Wasserfällen und Hochzeitsfesten
- Eine indische Hochzeit mit Dämonen und unerwarteter Begrüßung
- Abschied aus Belagavi und Dankbarkeit im Gepäck
- Geburtstag in Bengaluru
- Grüne Parks, Rikschas und indische Palmenhörnchen
- Achterbahnen, Karussells und ein Mosambi Mojito
- Trubel auf dem Krishnarajendra Markt
- Planetarium, Kunst und ein letzter Abend in Bengaluru
- Indien: Fakten, Fazit und ein Filmchen






























@MaxED9 Ein Zufallsgespräch auf Deutsch in Bengaluru — das ist das Schönste am Reisen. Aber was mich wirklich begeistert: wie du die kleinen Dinge fängst. Das letzte Channa Masala, die verspatete Maschine, der letzte Blick auf die Stadt. Man war dabei 😇😇😇
@tanyelcakmak danke, die ganze Reise hatte viele tolle Momente.