Kalkstein wird in Rüdersdorf schon seit mehreren Hundert Jahren abgebaut, entsprechend alt ist auch die Industriegeschichte drumherum. Eine Laune der Natur machte den Abbau dort erst möglich, da in der flachen Gegend der Kalkstein durch ein Salzkissen nach oben gedrückt wurde und so Hügel entstanden.
Der Abbau des Kalkstein in der Nähe von Berlin bestimmte auch das Aussehen der Stadt, denn der Rüderdorfer Kalkstein wurde für viele Bauten in Berlin genutzt.
Der Museumspark Rüdersdorf[1] bietet hier einen einzigartigen Einblick in Gewinnung und Produktion als Basis für Branntkalk und Zement.
Auch noch heute wird in der Gegend weiterhin Kalk abgebaut und nicht weit entfernt auch Zement hergestellt. Der Park macht deutlich, wie sich die Arbeit mit Kalk über die Zeit verändert hat. Aus einfachen kleineren Einzelöfen wurden große Batterien entwickelt, um den steigenden Bedarf zu decken.
In den Fabriken wurde nicht nur schwer gearbeitet, sondern teilweise auch gewohnt. Es gab auch Gaststätten für die Arbeiter.
Aber nicht nur die alten Fabrikgebäude und Infrastruktur kann man hautnah erleben auch alte Maschinen und deren Teile stehen hier an vielen Stellen.
Besonders spannend ist aber die Schachtofenbatterie, die auf mehreren Ebenen besuchbar ist und heute auch für Kunstinstallationen genutzt wird.
Das ist sehr beeindrucked wenn man sich auch vorstellt, wie heiß es hier für die Arbeiter gewesen sein muss.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, das weitläufige, teils renaturierte, eignet sich gut für ausgedehnte Spaziergänge und nebenbei lernt man etwas.































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